Nach dem nächtlichen Unterhaltungsprogramm unserer
Zimmernachbarn, bekamen sie wir auf den Weg zum Frühstück auch mal zu Gesicht.
Aber wie soll man Chinesen erklären, dass das Kind zu laut ist, wenn schon die
Mutter gackert wie eine Pekingente. Also ließen wir es.
Das Wetter heute bewölkt, 31°C Luftfeuchtigkeit 74%.
Unser erster Weg führte in die Orchard Road. Wir waren
zwar gestern schon einmal dort, hatten die Road nur am südlichen Ende etwas
gestriffen. Doch heute sollte es die volle Shoppingcenterpackung geben. Es ist
wirklich eine Mall an der Nächsten und voll mit allen bekannten und unbekannten
Marken. Wir schauten ab und an mal in eine solche Mall hinein. Aber richtig
rein gingen wir nicht. Wir wussten, wenn wir das täten, kommen wir niemals
wieder raus, denn die Einkaufszonen gingen nicht nur in zig Etagen überirdisch,
sondern auch unterirdisch weiter.
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| Orchard Rd |
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| Orchard Rd |
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| Orchard Rd - Türsteher vorm Hilton |
Dies bekamen wir an diversen größeren Kreuzungen und Straßen
mit. Da es hier keine Fußgängerampel zum Überqueren gibt, musste man dies an Unterführungen
tun. Und dort ging es nicht einfach nur unter der Straße durch, sondern auch
gleich zum MRT und gleich zur nächsten und übernächsten Shoppingmall und damit
aufs Einkaufen auch gleich eingestimmt wird, gab es gleich hier schon
Geschäfte. Oh man… wat´n flash.
Na jedenfalls gelang es uns die Sirenen des Konsums
hinter uns zu lassen und den Weg nach Chinatown zu finden.
Hier besuchten wir den Sri Mariamman Tempel, den ältesten
Hindutempel Singapurs (1827). Hm … hinduistisch in Chinatown? In Chinatown befinden
sich Tempel hinduistischer und buddhistischer Religion - naja irgendwie sind
die beiden ja auch miteinander verwandt.
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| Sri Mariamman Temple |
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| Sri Mariamman Temple - Innenhof |
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| Buddha Tooth Relic Temple |
Mit der MRT (U-Bahn) wollten wir dann nach Little India zum
Temple of 1000 Lights (Station Farrer Park) und sind erstmal 4 Stationen zu weit
gefahren, also wieder zurück.
So konnten wir gleichmal das Aufladeprinzip der MRT-Fahrkarten
testen. Damit man die Karte nicht nach jeder Fahrt wegwirft und somit Müll
produziert, kann man diese wieder aufladen und bekommt nach der 3. Fahrt seinen
Pfand zurück (10Scent) und nach der 6. Fahrt 10 Scent Nachlass.
Im Temple of 1000 Lights befindet sich eine 15m hohe und
300t schwere Buddhastatue, umzingelt von vielen, vielen kleinen Glühlämpchen -
das Herzstück des Tempels. Und auch hier finden sich hinduistische Tempel, wie
der Sri Srinivasa Perumal Temple, in direkter Nachbarschaft in friedvoller
Eintracht.
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| Sri Srinivasa Perumal Temple |
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| Sri Srinivasa Perumal Temple - innen |
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| rechts Temple of 1000 Lights |
Vor dem Leong San See Temple, ein paar Meter weiter
standen Autos direkt vor der Tür und Gläubige wedelten mit Räucherstäbchen um
dieselben – wahrscheinlich ein Drive in Temple…
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| Leong San See Temple |
Zurück über die Serangoon Rd, wo viele bunte Häuser mit
kleinen Läden mit allem möglichem die Straße säumten, sodass man als Fußgänger
kaum aneinander vorbeikam.
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| Little India |
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| Little India |
Auf einmal hörten wir Lärm und unserer Neugier war geweckt.
Wir bogen in eine Seitenstraße ab und vor einem Geschäft wurde ein Löwentanz anlässlich
des Neujahrsfestes aufgeführt.
Bei Meng Heng Auto Parts (so hieß der Laden… und nein, das
ist keine Werbung) wurde schließlich doch noch traditionsgemäß Neujahr gefeiert,
damit die bösen Geister aus dem Laden, in die Autos vertrieben werden, sodass im
neuen Jahr viele neue Ersatzteile gebraucht werden.
Kurzes Nachmittagschläfchen bevor es halb 7 noch mal zu
einem Abendspaziergang zum Boat Quay ging. Auf dem Weg dorthin trafen wir
wieder auf eine Löwentänzergruppe, die diesmal einer Kneipe die bösen Geister
vertrieb. Da mussten wir ein Weilchen zuschauen, sicherlich dem Umstand
geschuldet, dass man uns eine Runde Freibier ausgab.
Das Abendessen gestaltet sich in einem Lokal direkt am
Singapur River mit Blick auf das Fullerton Hotel - chinesisch war angesagt.
Ich genehmigte mir zum Essen einen Singapur Sling, der im
Reisführer ;) als „Muss“ angezeigt war… und … ich muss sagen…nicht übel (Rezept
gibt´s bei Wikipedia).
Nach dem Essen trotteten wir weiter den River entlang,
vorbei an der Statue Sir Raffles´, dem Gründer Singapurs zum Merlion in der Marina
Sand Bay. Dort waren standartgemäß Nachtaufnahmen angesagt und als Bonbon
bekamen wir noch ein Feuerwerk obendrauf.
Zudem wurde vom Maria Sands Bay Hotel
eine Lasershow gezeigt. Wir verweilten ein wenig.
Ein Stück weiter ein riesen Rummel mit Ständen, Futterstraßen
(Foodstreet), Tribüne und Showbühne voller Gesang und mit aufgeblasenen
Glücksgöttern. Bekamen wir nun doch noch
unser chinesisches Neujahrsfest.
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| der Glücksgott |
Gegen 23Uhr zurück im Hotel. Mal sehen wie sich diesmal unsere
Zimmernachbarn des Nächtens benehmen – Matze hat schon ein wenig die Faxen
dicke und ich…Bacardi Breezer.
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