Nachdem wir unser Australiendebüt bereits Anno 2009 hatten, waren wir der Meinung dem roten Kontinent wieder einen Besuch abzustatten. Da es für Erstbesucher meist an die Ostküste geht, so wie bei uns damals auch, ist für viele Wiederholungstäter die Westküste das Ziel.

Wir hatten uns anfänglich ein wenig schwer getan, welche Route wir nehmen sollten. Da gab es zum einen die Nord- Westroute von Perth nach Darwin und zum anderen die Süd -Westroute von Perth nach Adelaide bzw. Melbourne. Welche wir nun genommen haben und ob wir überhaupt eine davon genommen haben … hmm … lest selbst.

Und wie immer der übliche Hinweis:

Rechtschreibfehler sind geistiges Eigentum und wer welche findet, wird gebeten, mir diese umgehend zukommen zu lassen.



Arbeitstitel:

Australien für Wiederholungstäter

oder West Coast Oussies

DSGVO

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Sonntag, 14. Februar 2016

Tipps



Wetter
Grundsätzlich mit Wetter muss man in Australien immer rechnen. Zyklone mit Überschwemmungen und Buschbrände sind so die gängigsten Übel, die man hier erwarten darf. Damit kann man nicht planen, man muss das Beste draus machen z.B. mit einem Plan B, C oder D.

Wenn man als Individualreisender in Australien unterwegs ist legt man für gewöhnlich lange Strecken zurück. So kann es auch sein, dass man im Norden von zu viel Wasser heimgesucht wird, und im Süden einem Brände einheizen.


Einkaufen
Für den Eigenversorger sind die Woolworths-, Coals-, und IGA Supermärkte günstiger als die kleinen Läden wie 7 eleven. Wobei wir fanden, dass Woolworth das größer Angebot hat. 

Bei Kleidung macht man nicht unbedingt ein Schnäppchen. Die aus den USA bekannten Outletcenter und Malls gibt es zwar, aber nicht in der Fülle und preislich unattraktiv. 

Die meisten Läden schließen hier gegen 17 Uhr nur die Supermärkte, Touriläden und teilweise die großen Kaufhäuser haben länger offen - meist 21Uhr. 

Die gastronomischen Einrichtungen, welche meist zahlreich vorhanden sind, schließen zum großen Teil auch bereits gg.17Uhr. Ausgenommen sind die touristischen frequentieren Zonen.

Subjektiv muss ich sagen, dass Australien im Vergleich zu vor 7 Jahren ganz schön mit den Preisen an gezogen hat. Hinzu kommt auch der ungünstige Umrechnungskurs 1€=1,55A$.

Geld
An fast allen ATM´s kann man per Kreditkarte Geld in Landeswährung ziehen. Es können Gebühren anfallen. 

Bezahlen kann man Cash oder mit Kreditkarte.

Die Preise werden zwar Cent genau ausgewiesen, werden dann auf die vollen 5Cent Beträge gerundet.

Tanken
So wie man es aus Deutschland kennt – Rüssel ziehen tanken, Bezahlung cash oder mit Kreditkarte.

Aktuelle Preise Jan.´16  im Westen Unleaded 91 zwischen 1,15 $ (Ballungsräume) und 1,57 $ (outback bzw. entlegene Tankstellen/Roadhouses)

Internet
Wifi ist in den meisten Motels/ Hotels vorhanden, allerdings schwanken Geschwindigkeit und Stabilität. In den Großstädten und in besseren Hotels kann für WiFi eine Zusatzgebühr verlangt werden. Das ist aber meist kein Problem, kostenloses Wifi gibt es meist gleich an der nächsten Ecke (McD, Starbucks etc.)

Übernachten
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind vielseitig – vom Campen im Zelt oder Wohnmobil über Hostels, B&B, Cottages, Motels, Hotels bis zu Apartments und Ferienhäusern – ganz nach Geschmack und Laune und natürlich Geldbeutel.

Gebucht kann bequem per Internet über die einschlägigen Plattformen, teilweise auch kurzfristig eine halbe Stunde vorher. Man kann die Unterkünfte auch direkt anfahren dann ist auch ein wenig handeln drin.

Allerdings sollte man in erkennbaren Abseitslagen mit beschränktem Angebot doch schon rechtzeitig buchen, da hier besonders in der Saison die Angebote schnelle ausgehen oder sich preislich nach oben orientieren.

In Großstädten empfiehlt sich eine zentrale Lage zu buchen, besonders wenn man mehrere Tage vor Ort sein möchte. Auch wenn man mit dem (Miet)wagen anreist (meist fallen an Hotel Parkgebühren an) ist es günstiger sein Fahrzeug stehen zu lassen, als in einer unbekannten Stadt mit dem Auto rumzuirren auf der Suche nach einem Parkplatz und den Sehenswürdigkeiten, die man zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmittel besser, schneller und günstiger erreicht hätte.

Autofahren
Das Wichtigste zuerst: Linksverkehr

Es empfiehlt sich ein Wagen mit Automatik zu nehmen, da man sich eher auf das Fahren konzentrieren sollte, als auf die Schaltung. Die vertauschten Blinker und Wischer sorgen eh schon für genug Verwirrung. Anmerkung: Es gibt tatsächlich auch Rechtslenkerfahrzeuge bei denen die Hebel „richtig“ belegt sind.

Auch die Fahrzeuggröße ist zu berücksichtigen. Da man wahrscheinlich größere Entfernungen zurück legen wird, möchte man nicht unbedingt mit einem Schlaglochsuchgerät unterwegs sein.

Allrad muss nicht zwingend sein, da die meisten Straßen zu den Sehenswürdigkeiten asphaltiert sind. Es sei denn, man will Offroad. Dabei sollte aber im Vorfeld geklärt werden, ob der Verleiher dies überhaupt zulässt. Klingt komisch … ist aber so. Es gibt bei einigen Anbietern Vorgaben, welche Straßen/ Wege oder Regionen befahren werden dürfen oder auch nicht. 

Im Outback bzw. auf ländlichen Straßen ist es nicht unüblich, entgegenkommende Fahrzeuge zu grüßen. 

Wie bereits erwähnt, Nachtfahrten sollte man vermeiden, da hinter jedem Busch ein Tierchen lauern könnte und wie das endet sieht man leider tagsüber zur Genüge. Und ein Wildschaden im Nirgendwo möchte man nicht haben – sowohl physisch als auch psychisch.

Besonders in Städten sollte man an Fußgängerampeln wachsam sein. Rot für Fußgänger ist meist nur eine Empfehlung. 

Wenn man selbst als zu Fuß gehender unterwegs ist und mit den Ampelgepflogenheiten nicht so ganz sicher ist, empfiehlt sich die Pinguin Taktik: Warten bis einer losläuft und gucken was passiert. Und das ist nicht unbedingt nur australienspezifisch, sondern gilt weltweit.

Schlusswort



Hiermit schließe ich mein kleines Reisetagebuch und ich hoffe, es hat ein wenig unterhalten und das Fernweh geweckt. Uns hat jedenfalls wieder Spass gemacht, hier im Westen ein wenig herum zu wildern.

Mein Dank gilt allen Leser und vor allen den Kommentatoren auch den Anonymen, wobei ein Hinweis auf den Autor bei manchen Kommentaren hilfreich gewesen wäre.  


Also bis bald
und
Hooroo

iwi

Fazit



Der Westen Australiens ist zweifelsohne die bessere Ecke, wenn man Natur haben will, die touristisch noch nicht so stark ausgeschlachtet ist. Die endlose Weiten schon auf den Hauptrouten und die Tierwelt unterscheiden sich schon sehr von der Ostküste. Das Schnocheln bzw.Tauchen am Ningaloo Reef ist aus meiner Sicht die bessere Alternative zum Great Barrier Reef – man ist schneller da und es sind zumindest in der Nebensaison sehr wenig Touris. Der Südwesten dagegen bietet durch seinen urwäldlichen Bewuchs den krassen Gegensatz zum doch recht spärlich bewachsenen Nordwesten. Auch die Ortschaften sind sehr gepflegt und übersichtlich und bieten eine Menge Aktivitäten. 

Der Westen hat im Bezug auf Tourismus echtes Potential und bietet der wachsende  Branche eine Menge Möglichkeiten und vielleicht  wird  ja der Westen auch das Ziel von Ersttätern.

Wir wurden mal gefragt, wo es in Australien am Schönsten ist bzw. wo es uns am besten gefallen hat.
Tja … eigentlich überall. Es liegt natürlich im  Auge des Betrachters. Wir waren mittlerweile in vielen Ecken des Kontinents. Es gab immer irgendetwas Neues, Spannendes und Verrücktes zu erleben und zu entdecken. 

In Australien ist es die Mischung aus Natur und Exotik, Aktivurlaub, Bauwerken teilweise Einsamkeit (die auch manchmal etwas nervig werden kann) und die schiere Weite des Landes. 

Und nach unserer Meinung muss man dieses Land auf eigene Faust erkunden. Und so schwierig ist das nicht mehr. Durch die heutigen kleinen Helfer, vor allem das Smartphone, ist man sehr flexibel und bekommt alle notwendigen Informationen. In zusammengewürfelten Reisegruppen rumgekarrt zu werden, ist die Anreise nicht wert.


Singapur sollte als Zwischenstopp auf jeden Fall mit drin sein. Vor allem, wenn man lange Reisewege wie z.B. aus Australien hat. Die Stadt hat viel zu bieten an Sehenswürdigkeit, Attraktionen und Kulinarischem. Zwei bis drei Tage sollten schon eingeplant werden. Aber man sollte sich nicht zu viel vornehmen. Wetter und das feuchtwarme bis heiße Klima können einem an den Vorhaben einbremsen. Ansonsten war die Zeit hier recht kurzweilig, aber auch nicht ganz billig, besonders, wenn man zum Essen die Touristengebiete – welche logischerweise an den schönen Ecken platziert sind – aufsucht.

Achja … mit dem Gerücht, dass Singapur die sauberste Stadt der Welt sein soll, muss ich hier mal ein wenig „aufräumen“. Sie ist sicherlich im Verhältnis zu anderen südostasiatischen Staaten sehr sauber, die Straßen und Grünanlagen sind gepflegt und auch sonst macht es einen sehr ansprechenden Anblick. Auch sind überall Verbotsschilder und Kameras an fast jeder Ecke.
Aber dass hier gar kein Müll auf der Straße liegt, verhindern diese Maßnahmen auch nicht. Wir haben diverse Ecken gesehen, in denen Kippen, Zigarettenschachteln, Flasche, Plastiktüten etc. rumlagen und geraucht wird hier, ok… meist ausgewiesene Raucherzonen, aber eigentlich an jeder Ecke.

13.02.16 Singapur – Frankfurt – BTF



Die Nachbarn, naja… das Geplärre hielt sich in Grenzen.

Kurz vor 8 raus. Die Taschen hatten wir bereits gestern Abend gepackt.
Das Wetter teilweise sonnig und 33°C.

Manchmal ist es schon ganz witzig, beim Frühstück mal zu schauen, wer da alles so angestolpert kommt. 

Dann auschecken, das bestellte Taxi war pünktlich und in 20 min waren wir am Flughafen.
Dort den Flug einchecken, aus Singapur auschecken und dann wieder warten. Das Warten ist die Hauptbeschäftigung beim Reisen mit Flugzeug, Bus und Bahn.  Der Flughafen ist nun leider auch kein stundenfüllendes Programm und Internet gibt’s auch nur gegen Vorlage des Reisepasses - sehr umsichtig … man könnte sich ja in den internationalen Bereich reingeschlichen haben, nur um zu surfen - ´s geht ja hier auch nirgend wo anders. 

Der Flieger, eine B777, ging pünktlich und wir waren umzingelt von deutschsprachigen Touris auf dem Weg nach Hause, wie wir selbst ja auch. Das war eigentlich auch ganz gut, denn in den letzten Tagen hatten wir mehr als genug chinesische Sprachdemonstrationen. Mittlerweile hört es sich nur noch an, als ob ein Fuchs im Hühnerstall wildert. Nur lautes wildes Gegacker.

Die Ausstattung war auf dem neuesten Stand und die Boeing auch nicht ganz ausgebucht, so dass wir einen Freisitz zwischen uns hatten. So lassen sich auch längere Strecken aushalten. 

Nach gut 13h Flug landeten wir kurz vor 20Uhr in Frankfurt. Das Wetter empfing uns nicht gerade freundlich mit 1°C und Schneeregen. 

Die Heimfahrt verlief ohne weiter Vorkommnisse, nur das Wetter erschwerte die Fahrt etwas. Nach über 25h auf den Beinen kamen wir dann gegen 2Uhr an.

Freitag, 12. Februar 2016

12.02.16 Singapur Tag 3


Aufstehen 8 Uhr.

Unsere lauten Nachbarn haben sich diese Nacht ruhig verhalten.

Das Wetter heute sonnig und nur leicht bewölkt bei 31°C, Luftfeuchtigkeit 70%.

Nachdem wir gestern den buddhistischen und hinduistischen Vierteln unsere Aufwartung gemacht hatten, war heute das Arabische dran. Hierzu steuerten wird die Sultan Moschee an, aber reinlassen wollten man uns dort nicht. Die Besuchszeit zum Freitag ist erst ab 14.30Uhr und es war erst 11. Na, dann eben nicht. Im Viertel ging es weiter durch kleine Straßen mit bunten und lustigen, kleinen Läden.







ist da der Name Programm ... ?


Ich hatte mir das etwas wuseliger, wie in Chinatown, vorgestellt. Aber die Bewohner völlig tiefentspannt. 

Witzig war auch, dass auch hier fast nur Chinesen zu sehen waren. Gut, diese Bevölkerungsgruppe macht hier über ¾ der Einwohner aus und rennt hier sowieso überall rum und eine richtige Trennung zwischen den einzelnen ethnischen Gruppen in Singapur ist sowieso nicht möglich. 

Der Abschluss unseres Programms sollte der Singapur Flyer sein. Den Weg dorhin hatten wir ja vorgestern schon erkundet. Also 2 Tickets (33S$/P) gekauft und rein – zu Glück standen heute nicht viele an. Wir stiegen in die klimatisierte Gondel ein und wurden in 45min – uns kam es kürzer vor – einmal gedreht.


Und da heute auch noch Clairchen (Sonne) draußen war, bekam von hier oben einen noch besseren Blick über Singapur.  







Den Rückweg traten wir über die Marina Sands Bay an, mit einem kühlenden Gang durch die Mall. 

Den weiteren Nachmittag verbrachten wir mit einem Stündchen am Pool und Nachmittagschläfchen. Gelaufen waren wir in den letzten Tagen genug.

Am späten Nachmittag begann es sich dann massiv zuzuziehen und zu gewittern. 

Das Gewitter dauert nur ca. eine halbe Stunde und wir wagten uns wieder raus zum Abendessen zum Clarke Quay. Hier war aber mehr die europäische und  internationale Gastronomie vertreten. Wir wollten aber eher einheimisch, und die war eher am Boat Quay zu finden. Unsere Wahl fiel diesmal auf indisch. Zwischendurch begann es immer wieder leicht zu regnen, aber für den Rückweg blieb es trocken.

Also mit dem Wetter hatten wir echt Glück, vor allem wenn man bedenkt, dass eigentlich Monsunzeit ist.