Nachdem wir unser Australiendebüt bereits Anno 2009 hatten, waren wir der Meinung dem roten Kontinent wieder einen Besuch abzustatten. Da es für Erstbesucher meist an die Ostküste geht, so wie bei uns damals auch, ist für viele Wiederholungstäter die Westküste das Ziel.

Wir hatten uns anfänglich ein wenig schwer getan, welche Route wir nehmen sollten. Da gab es zum einen die Nord- Westroute von Perth nach Darwin und zum anderen die Süd -Westroute von Perth nach Adelaide bzw. Melbourne. Welche wir nun genommen haben und ob wir überhaupt eine davon genommen haben … hmm … lest selbst.

Und wie immer der übliche Hinweis:

Rechtschreibfehler sind geistiges Eigentum und wer welche findet, wird gebeten, mir diese umgehend zukommen zu lassen.



Arbeitstitel:

Australien für Wiederholungstäter

oder West Coast Oussies

DSGVO

Dieser Blog ist samt seiner Unterseiten und Verlinkungen auf die einzelnen Reiseberichte rein privat.
Diese unterliegen nach Art.2 Abs.2c nicht den Bestimmungen der DSGVO.

Sonntag, 31. Januar 2016

31.01.16 Albany Tag 1



Unser heutiges Programm erlaubte uns wieder getrost auszuschlafen und anschließend entspannt zu frühstücken 

Die heutigen meteorologischen Erscheinungen möchte ich mit zwei Worten beschreiben: Wetter – Arsch. Die morgentlichen 20°C fielen bis Mittag mit Regenunterstützung auf frostige 15°C, die sich dann auch hartnäckig den ganzen Tag hielten.

Da es vormittags immer mal wieder eine Regenpause gab, sah unser Plan für heute vor, die Außenaktivitäten dementsprechend anzupassen. 

Wir begannen mit des Lookouts am Marine Drive und im Albany Heritage Park und weiter an der Princess Royal Fortress., während wir in den Regenzeiten das Western Australien Museum, sowie das Old Gaol (Gefängnis) aufsuchten.

Marine Dr
Albany Heritage Park
Albany Heritage Park
Getier im Albany Heritage Park
Princess Royal Fortress
 Western Australia Museum ... das erklärte einiges...
Old Gaol
... der letze Insasse
eine 2-Mann-Zelle... mit nur einem Bett???
Innenhof
Hangman´s Spielecke
... die hatten aber komische Gäste.
Da es danach noch immer regnete wollten wir die Zeit mit der Fahrt zum Torndirrup National Park überbrücken. An der Discovery Bay Walfanstation hörte der Regen soweit auf. Aber für die Station, den Wildlife und Botanical Garden war uns der Eintritt von 40$/P doch ein wenig viel, besonders vor dem Hintergrund des uns jederzeit heimsuchenden Regens.
Discovery Bay Whaling station

An den Salmon Holes, einem Strand wo angeblich Lachse zu sehen sein sollten setzte dann doch noch leichter Nieselregen ein. Lachse waren natürlich nicht zu sehen – ich hätte bei dem Wetter auch nicht rausgeschaut.

Salmon Holes
An den Blowholes kam es dann so richtig dicke. 

Auf dem 800m Weg wurde der Regen immer intensiver, mit einer steifen Briese. So dachten wir, bei dem Wetter müssten die Blowholes aber so richtig … ja mehr als ein Grummeln kam aber nicht aus den Löchern. Während wir auf dem Hinweg den Regen von Vorn auf den Latz bekamen, bekamen wir es jetzt von hinten. 

Blowholes ... Wasser kam da unten nicht raus

... dafür viel mehr von oben ...

...oder von der Seite

Wieder am Auto angekommen, entschieden wir, zuerst wieder zurück zum Hotel zu fahren – trockenlegen.

The GAP und Natural Bridges waren leider - oder zum Glück - wegen Modernisierungsmaßnamen geschlossen. Naja bei dem Wetter hätten wir da sicher auch keinen Blumentopf gewonnen.

Das Wetter konnte sich immer noch nicht so richtig entscheiden – Regen, leichter Ansatz von Sonne, dann wieder Regen, aber waagerecht usw. Dafür entschieden wir, einen Wäschetag einzulegen und zu waschen. 

Der Wetterbericht zeigte einen Zyklon, der sich mit seinen Ausläufern bis hier runter ausbreitet. Und so sah dann auch der restliche Nachmittag aus.

Gegen halb 5 rafften wir uns nochmal auf, um im Supermarkt unser Abendessen zu organisieren.

Der restliche Abend bestand aus rumgammeln vor der Glotze.

Samstag, 30. Januar 2016

30.01.16 Lake Grace – Albany



Heute Morgen ausgeschlafen. Die Kakadus hatten, entgegen meiner Annahme, ihren Schnabel gehalten.




Frühstück auf der Terrasse bei Sonnenschein und 27°C.

9 Uhr los nach Albany. Die 260km waren nach den letzten Tagesetappen ein Katzensprung. Leider zog, je näher wir nach Albany kamen, immer mehr Bewölkung auf und dort selbst begann es leicht zu regnen.

 
Gegen Mittag waren wir da und fielen erst mal bei Hungry Jacks ein (Burger King Australien), um die Unterkünftelage per Internet zu checken - Middelton Beach klang gut – also ab dorthin. Gleich im ersten Motel wurden wir fündig und nisteten uns für die nächsten zwei Tage hier ein. 

Leider war es noch nicht bezugsfertig, sodass wir erst noch einen Weg in den Supermarkt machten. Anschließend erkundeten wir schon mal die Innenstadt und die Esplanade. 


Blick vom Anzac Peace Park auf die Altstadt, York St

Princess Royal Harbour
Blick auf den Princess Royal Dr
Historic Site - Brunswick Terrace
Historic Site - Brunswick Terrace
Town Hall
 Lookout Marine Drive in den King George Sound

Mittlerweile kam auch die Sonne wieder etwas zum Vorschein. Halb 3 bezogen wir dann erst mal Quartier.

Den Nachmittag vergammelten wir, da die Fahrten der letzten Tage doch ihren Tribut forderten.

Zum Abendessen wagten wir uns nochmal in die Innenstadt. Heute war Bergfest – da mussten wir essen gehen. Wir kehrten in eine Backpackerkneipe am Hafen ein – uriges Ambiente mit Liveübertragung des Finales der Australien Open – welches, nur der Vollständigkeithalber, Angelique Kerber gewann.  

29.01.16 Perth – Wave Rock – Lake Grace



Die Nacht war …  naja, recht unruhig. Erst die nächtliche Hauswanderung der Hausbesitzer, später der Katzenjammer und die raschligen Bettlaken, die einem jede Bewegung erst so richtig bewusst machten. Wir hätten gestern doch von B&B – Bier und Bacardi - Gebrauch machen sollen. 

Das Wetter heute sonnig um die 30°C.

Halb 9 Abflug. Zuerst stand ein Besuch beim Schrottplatz an.
Ich habe die dumme Angewohnheit aus meinen bereisten Ländern Kfz – Kennzeichen mitzubringen – nein… nicht die Touriblechdinger „I love … sonstewas „, sondern echte. Und bisher hat das immer geklappt, nur hier nicht. Es ist zum Verzweifeln. Jeden den ich frage, erzählt mir, dass es diese nicht gibt, da die Numberplates nach Verschrotten des Fahrzeuges zurückgegeben werden. Aber irgendwie will ich  das nicht glauben… .

Also Nullnummer.

Dann weiter zum Tanken, in den Supermarkt und ab nach Hyden zum Wave Rock.
Der Weg zottelte sich erst elendig lang durch die Vororte Perth´s. Nach über einer Stunde erreichten wir so langsam die ländlichen Regionen. Von dann lief es dann relativ flüssig, bis auf eine  Baustelle an der wir über 15 min aufgehalten wurden. 

Baustelle in Australien - mit lollipop man

oh ...  das Zeichen kennen wir ... also Vollgas
Kurz nach 14Uhr erreichten wir Wave Rock.

Das erste was hier rockte war die Kassiererin, die den Kassenautomat am Eingang durchzog für schlappe 10$/Fzg.

Wave Rock Dachansicht

Wave Rock Bewohner

Natürlich trafen wir auf Altbekanntes - eine Rudel Chinesen, die hier busweise angekarrt wurden. Und dabei wollten wir noch ein paar Posen bildlich festhalten. Zum Glück war deren Freigang fast zu Ende. Wir gingen also erst mal einen der ausgewiesen Trails, bis der fähnchenschwenkende Reiseleiter seine Kätzchen eingesammelt hatte.
Jetzt konnten wir künstlerisch aktiv werden.

Wave Rock

und zwei Irre ...

... beim Blödsinn machen

Nach einer guten dreiviertel Stunde war dann Rock abgerockt und wir fuhren weiter zu unserer Übernachtungslocation in Mary´s Farm Cottage, einer Farm irgendwo zwischen dem Ort Lake Grace und Dumbleyung. Sehr ordentlich eingerichtet, zwar etwas beengt, nur mit der Nahrungsversorgung ist man auf sich allein gestellt. 

Mary´s Farm Cottage

unser Bungalow

der Grillplatz
Das hatten wir uns schon gedacht und uns im Supermarkt auf BBQ eingerichtet – leider war die Fleischauswahl etwas dürftig. –was soll´s, für das eine Ma(h)l wird schon reichen – ja, denkste. Als wir die Farm erreichten, entdeckten wir auch gleich den Grill. Also ran ans Werk, die zwei Lappen aufs Blech und fertig … hmpf - so zäh sahen die Steak in der Verpackung aber gar nicht aus. Das ganze kippten wir dann unter ständigen Wenden in die Tonne und machten uns über unseren Frühstückstoast her.

Achja… wäre fast untergegangen. Auf dem Weg nach Lake Grace kamen wir in eine Ortschaft Kulin. Den Highway von bzw. nach Kulin säumen Pferdeskulpturen aus Blechdosen und das Tonnenweise – deshalb ja auch Tin Horse Highway. Die Leute müssen echt Langeweile gehabt haben – aber recht witzig anzusehen. Mal was anderes in der doch recht eintönigen Landschaft.

Tin Horse Highway ...

... mit diversen Pferdeskulpturen

o zapft is

Mittlerweile hatten wir unsere gefiederten Nachbarn kennengelernt – eine wildgewordene Horde Papageien. Na, mal sehen, wie die Nacht wird oder besser der Morgen.

unsere Nachbarn  in weiß-rosa ...

... und grün-gelb

Sunset im Outback

Hinweis: Mary had a little lama, aber ka Internet – auch mal schön..