Heute Morgen ausschlafen und in aller Ruhe im Innengehege
unseres Domizils gefrühstückt. Zur Erläuterung: es gibt eine Gemeinschaftküche
und Aufenthaltsraum mit Sitzgelegenheiten in- und outdoor. Das Wetter heute
Morgen leicht bewölkt und 27°C.
Danach in aller Ruhe los, um unsere morgigen Tourangebote
zu checken. Wir hatten bereits gestern per Internet einen Anbieter, der um
diese Zeit Touren anbietet herausgefiltert. Nun galt es diese auch physisch zu
finden und die Tour zu buchen.
Auf dem Weg zu unserem Fahrzeug lief uns erst einmal ein
Emu über den Weg. Die Biester rennen
hier einfach so rum, wie bei und die Katzen. Vielleicht konnte man ja einen
davon überreden, heute Abend auf den Grill zu hüpfen.
Aber die Zeit ihn zu hypnotisieren hatten wir nicht – wir
mussten los.
Im Netz stand eine Adresse des Anbieters etwas außerhalb
von Exmouth, nur fanden wir diese nicht.
Bevor wir lange rumsuchten, gingen wir zum
Besucherzentrum und trugen unser Anliegen vor. Man konnte uns tatsächlich
weiterhelfen – also Tour für morgen gebucht und fertig.
Tja, damit war unsere Tagesaufgabe erledigt und wir
hatten Zeit zum North west cape zu fahren. Leider ist dies eine militärische
Anlage mit ein paar Gebäuden, Antennen und ziemlich großen SAT-Schüsseln. Und
außer außen dran vorbeizufahren war dort nichts zu holen. Außerdem
wurden wir dort wahrscheinlich auch abgehört – also nichts wie weiter.
Tja … ähm, weiter war gut… es kamen die nächsten
militärische Bauten in Form riesiger Antennen – die höchste von ihnen soll 388m
hoch sein –Stichwort: Marinefunkstelle Harold E. Holt. Ich weiß gar nicht, ob
ich das hier überhaupt schreiben darf, aber …pst …die dienen der U-BOOT
Kommunikation im indischen Ozean. Ist ja auch klar, je tiefer die Dinger
tauchen, umso höher müssen die Antennen sein.
So und nun zu was völlig anderem. Das Land Australien ist
wirklich toll, so viele nette Leute hier und es ist so groß und mit so vielen
Nationalparks … apropos Nationalpark – unser Ziel war Cape Range NP.
Auf der Zufahrtstrasse kommt man am Vlamingh Head
Lighthouse vorbei, wo man einen schönen Blick über die Halbinsel hat. Ein
kleines Stück weiter befinden sich mehrere Zugänge zum Strand. Auf diesen haben
wir merkwürdige Schleif- bzw. Kriechspuren im Sand entdeckt. In akribischer
Detektivarbeit sind wir diesen gefolgt bis wir den Tatort ermitteln konnten. Es
waren Schildkrötennester. Die Tiere kommen zwischen November und April zur Eiablage
hier an den Strand.
Wir fuhren weiter und da waren sie.- Kängurus und gleiche
eine ganze Gruppe und zur Abwechslung aufrecht. Das Chefguru hat sich gleich mal mitten auf der Straße
aufgebaut – nach dem Motto: Ey, du kommst hier nicht durch. Als ich und ein
weiterer Passant die Objektive auf ihn richteten und auf ihn zugingen, hatte er
sich dann doch überlegt und hüpfte, seinen Artgenossen gleichtuend, davon.
Allerdings entdeckten wir auf der weiteren Fahrt immer wieder hinter Büschen
versteckte Kängurus, die uns teilweise etwas verdattert ansahen.
Am Eingang des Cape Range NP endete unsere Fahrt. Wieder
12$ Eintritt. Allerdings gibt es einen Holidaypass für 44$ mit Gültigkeit 4
Wochen, mit dem alle, natürlich die dem Verbund angehörenden, National Parks betreten
kann.
Aber irgendwie hatten wir heute keinen Bock drauf, uns den 20igsten
Park anzuschauen und drehten wieder um.
An unserer Lodge angekommen, nutzen wir die Gelegenheit
ein erstes Wäschepaket waschen.
Dann noch Einkaufen fürs Abendessen Hühnchen für Matze,
Rumpsteak für mich.
Am späten Nachtmittag zog es uns noch einmal zu einen
Rundgang oder besser Rundfahrt. Ziel dieses Exkurses sollte der Hafen sein, den
wir gestern bereits bei unserer Ankunft gesehen hatten.
Zuerst landeten wir am Strand, aber viel los war dort
nicht. Ok, es war Montag und das Wetter auch nicht besonders – es zogen Wolken
auf uns es begann ein wenig zu drippeln. Weiter zum Hafen, es lagen jede Menge
Boote dort, - völlig untypisch für einen Hafen, meist so die kleineren
Sportyachten und Hochseeangelkähne. Aber auch hier ging alles seeehr gemächlich
zu.
Viel spannender waren die dahinterliegenden Wohnhäuser
und Bungalows. Diese hatten eine Zufahrt von der Land- und rückwärtig einen von
der Wasserstraßenseite. So ergab sich ein Gewirr aus Straßen und Kanälen. Da
Exmouth die jüngste Stadt Australiens ist sah auch alles noch sehr nach
Gründerzeit aus – reihenweise Grundstücke zu veräußern, alle am Bauen und die
Begrünung, sofern man hier davon sprechen möchte, war eher (noch) eine rote
Besandung.
Natürlich taperten bei unserer Rückkehr auch wieder Emus vor unsere Unterkunft
umher. Und der Kollege von heute Morgen hatte noch zwei Kumpels zum Essen
mitgebracht. Es wollte sich aber keiner seines Federkleides entledigen und mit
uns essen - dummes Vieh.
Dann so gegen halb Sieben Abendessen – natürlich BBQ. Die
Zutaten hatten wir ja und diese wollten jetzt auch gegrillt werden.
Als Ausgleich zum üppigen Mahl schoben wir noch ein paar
ruhige Kugeln beim Billard.
So viele flauschige Freunde...Das war ja wie ein Familientreffen für Joey�� Da hat er sich ja bestimmt gefreut.��
AntwortenLöschenDer Blick von dem Känguru auf dem letzten Foto ist einfach nur GENIAL. Genau im richtigen Moment erwischt. :-DDD
AntwortenLöschenSag mal...
AntwortenLöschenU-Boote¿??
Die Aussis häb3n doch gar keine tauchende Marine, oder?
Jaja, ist's wieder für die imperialen Streitkräfte a.k.a. UK....olle Kolonialisten!
Hä, kann d34der MI-6 nu mithören, was er will...ups- 's klingelt gerade....ich muss weg😜