Jeder Weg, mag er auch noch so lang sein, beginnt mit dem
ersten Schritt. Und das hieß im Detail 2 Uhr aufstehen, aber naja, wie heisst
es so schön : Nur der frühe Vogel kriegt den Bandwurm … oder so ähnlich.
Halb vier schaute dann Matze mal vorbei und es ging ab
nach Frankfurt.
Das Wetter hatte zum Glück seinen eigenen Bericht nicht
gelesen, wonach es eigentlich schneien sollte. Somit sah der Tourstart gar
nicht so schlecht aus, denn bis auf ein paar kleinen vernachlässigbaren Schneeflocken
in Thüringen, blieb es trocken und eisfrei.
Und während Deutschland noch weitestgehend im tiefsten
Wochenendwinterschlaf verweilte, machten wir uns auf den Weg nach terra
australis incognita – dem unbekannten südlichen Land.
Die Fahrt an sich verlief ereignislos und nach 4:15h mit
Frühstückspause waren wir da.
Das Prozedere am Airport kannten wir: Einchecken, Gepäck abgeben
und, diesmal neu bei der Personenkontrolle: der Körperscanner. Trotzdem ließen
es sich die Beamten nicht nehmen mich dann doch nochmal persönlich zu
begutachen. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer.
Unser Flieger ging pünktlich 11:40 Uhr.
Diesmal hatte man uns einen A380 für unseren Ausflug zur
Verfügung gestellt. Ich hatte ja ein wenig Bedenken, dass in diesem ca. 570
Passagierfassenden Ungetüm die Platzverhältnisse ein wenig knapp ausfallen
würden. Aber ich wurde dahingehend positiv überrascht - die Sitzabstände, auch für
etwas über dem Durchschnitt gewachsenen Mitteleuropäer, zwar nicht
verschwenderisch, aber völlig ausreichend. Lediglich der Seitenabstand und die
Lehnenhöhe hätten noch ein paar Zentimeter mehr vertragen können. Zudem gab es
im hinteren Ende einen Quergang, der für kleinere Spaziergänge und
Leibesübungen genutzt werden konnte. Auch befand sich hier der Aufgang zum
Oberdeck der Buissness class. Matze und ich riskierten mal einen Blick, aber
mehr als den Küchenbereich gab dieser nicht her.
Die Verpflegung durchaus ansprechend – wir waren
der Meinung für Flugverhältnisse durchaus schmackhaft.
Das Entertainmentangebot zeigte sich sehr üppig, auch mit
Filmen in deutscher Sprache. Das absolute Highlight der filmischen Unterhaltung
war ein Machwerk mit hochkarätig besetzte Starschauspielern, das anscheinend
bisher nur als Bückware gehandelt wurde und es jetzt in das
Unterhaltungsprogramm der Singapore Airlines geschafft hat - Dessau Dancers - ein Film über die DDR Break Dance Scene in
den 80ern.
Na, wenn das nicht international, anerkanntes
Kulturfernsehen ist.
Nach gut 12h landeten wir um 6:20Uhr Ortszeit in Singapur
(GMT+8). Das Wetter mit ca. 27°C recht schwül.
Dann noch 3h warten auf unseren Weiterflug nach Perth.
Na dann guten Flug Kollesche! 😉👍 Gruß Silvio
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